„Dorfgemeinschaftshäuser sind weit mehr als Gebäude. Sie sind ein Stück Heimat und das Herz des dörflichen Zusammenlebens. Hier begegnen sich Menschen, engagieren sich ehrenamtlich und gestalten das Leben ihrer Heimat. Mit den Fördermitteln aus der Dorferneuerung unterstützt das Land deshalb gezielt ihre Modernisierung, ihre barrierefreie Gestaltung und ihre zukunftsfähige Weiterentwicklung. Die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Obersülzen schafft einen offenen Treffpunkt für alle Generationen und bewahrt zugleich ein prägendes Stück Dorfgeschichte“, sagte Kommunalminister Sven Teuber.
Grundlage der Maßnahme ist das Dorferneuerungskonzept der Gemeinde. Ziel ist es, das Dorfgemeinschaftshaus dauerhaft als zentralen Treffpunkt des gesellschaftlichen Lebens zu stärken. Konkret geplant sind die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes im Ortskern sowie ein Anbau mit Küche, Lagerflächen, Foyer, Garderoben, sanitären Anlagen und einem zusätzlichen Versammlungsraum. Die Gemeindebüros ziehen künftig barrierefrei ins Erdgeschoss. Im Obergeschoss entsteht anstelle der bisherigen Büros eine neue Wohnung. Die Mieteinnahmen sollen helfen, das Projekt zu refinanzieren. Die Umsetzung wurde eng mit der Denkmalpflege abgestimmt.
Hintergrund
Schwerpunkte der Dorferneuerung sind struktur- und funktionsverbessernde Maßnahmen in den Ortskernen, die eine zukunftsbeständige und nachhaltige Entwicklung des Dorfes zum Ziel haben. Denn die Innenentwicklung, die Belebung und Attraktivierung der Ortskerne haben in der Dorferneuerung absoluten Vorrang. Dazu gehören insbesondere die Sanierung und zeitgemäße Umnutzung ortsbildprägender Bausubstanz, die Sicherung der Grundversorgung oder die Beteiligung und Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen in der Dorferneuerung.
Fast 90 Prozent der Gemeinden im Land haben weniger als 2.000 Einwohner und sind dem ländlichen Raum zuzurechnen. Mittlerweile haben rund 80 Prozent der Gemeinden ein Dorferneuerungskonzept erarbeitet.